Tiergestützte Therapie
Seit 2003 besucht Eva Maria Mladek als ausgebildete Fachkraft für tiergestützte Therapie und tiergestützte Fördermaßnahmen alle 2 Wochen mit ihren Hunden, Kaninchen und Meerschweinchen die HeimbewohnerInnen.
Im Streicheln, Füttern, Bürsten und dem Spielen mit den Tieren werden gegenseitige Wahrnehmung, die Annäherung und der Kontakt sowie die Überwindung von Ängsten gefördert. Mensch und Tier bilden eine Einheit in der Interaktion. Durch das Verhalten der Therapiehunde werden die HeimbewohnerInnen aufgefordert, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Körperliche und geistige Fitness sind die Folge.
Bei den Einsätzen wird neben der Einhaltung der Hygienerichtlinien besonders auf eine sinnesorientierte bzw. wahrnehmungsfördernde Arbeitsweise Wert gelegt. Das heißt, die Tiere in ihrer Art erst einmal kennen zu lernen und ihr Vertrauen zu gewinnen. So wird z. B. bei BewohnerInnen nach einem Schlaganfall ein Kaninchen auf den in der Bewegung eingeschränkten Arm oder auf den Schoß gesetzt. Mit den Händen, in Gesprächen und durch Gesten versucht Frau Mladek zu eigenständigen Streicheln zu motivieren.
Geprüfte Therapietiere unterliegen strengen Qualitätskontrollen, sowohl in ihrer Gesundheit als auch in ihrem Wesen.
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Motogeragogik
Therapeutisches Konzept
Ausgehend von dem ganzheitlichen Pflegeleitbild des Hauses liefert das Konzept der Motogeragogik praxisrelevante Handlungsanregungen zur Umsetzung dieses Anspruchs. Die Förderung einer umfassenden Beweglichkeit auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene bezogen auf den Entwicklungsabschnitt des Alters soll die BewohnerInnen befähigen und unterstützen, ihr Leben im Heim selbst zu gestalten und diesem Sinn zu verleihen. Motogeragogik beschäftigt sich mit speziellen Aspekten der Bildung im Alter, nämlich mit Erziehungs- und Bildungsprozessen alter Menschen, bei denen Bewegung als Medium eingesetzt wird.
Ziele
Allgemeines Ziel der Motogeragogik ist die Förderung einer stabilen und harmonischen Entwicklung der Persönlichkeit im Alter, basierend auf der Beweglichkeit des BewohnerIn in umfassendem Sinn. Wichtige Aktivierungsdimensionen sind dabei differenzierte Angebote zum:
• Körperschema/Körperbild
• Wahrnehmungsbereich: Sinnesschulung
• Materiale Erfahrung: Sensomotorisches Handeln
• Bewegungserfahrung: Bewegungsfähigkeit
• Alltagsmotorik: Anpassung an den Lebensalltag
• Körperarbeit: Bewegungsapparat
• Sozialerfahrung: Soziale Kompetenz